Penis Qigong – Ist der Mann in China und Indien verrückt geworden?

Warum wird das “Hänge Qigong” eigentlich praktiziert?

Der Blog Text Penis – Qi Gong – warum hängen sich diese Männer so gerne auf? beschäftigt sich mit einer ganz besonderen Qigong Form. Da hängen Männer an ihrem Penis in der Luft und bezeichnen das auch noch als Qigong oder Yoga. Dabei gibt es wirklich Qigong Übungen, die dem zugrunde liegen. So waren sie allerdings nicht gemeint.

Der Urspung dieser Übungen liegt in den Techniken aus dem Sexuellen Kungfu. Eine der Übungen aus dem Sexuellen Kungfu besteht darin, ein Gewicht an das Geschlechtsteil zu hängen und eine Weile zu halten oder zu pendeln. Mit einem solchen regelmäßigen Training soll der Beckenboden gestärkt werden. Es geht also gar nicht um den Penis, der dient hier nur als Halterung. (Siehe auch den Text: Beckenboden – Der geheime Dynamo im Keller jedes Menschen).

Diese Übung gibt es nicht nur für Männer. Auch Frauen stärken so ihren Unterleib. Natürlich muss das Gewicht dann anatomisch anders gehalten werden. Und Frauen sind offensichtlich nicht so verrückt, so etwas in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Der Mann muß gleich wieder zeigen, wer den stärksten hat. Männer scheinen immer übertreiben zu müssen. Es soll da schon zu schlimmen und vor allem unnötigen Unfällen gekommen sein, weil Männer viel zu viel Gewicht heben wollten. Und den ganzen Körper am Penis aufzuhängen ist viel, viel, viel zuviel. Das bringt keinerlei Nutzen mehr und kann höchstens zur großem Schaden führen. Das so genannte „Penis Qigong“ ist eine Übertreibung, für die es einen wahren Kern gibt.

Qigong ist kein Ziel sondern das Jetzt

Die Erfahrungen eines Qigong Lehrers, der eine Qigong Gruppe in einem Fitness-Studio aufgebaut hat.
Qigong ist nicht einfach nur eine Gesundheitsübung. Mit dem QiGong, der Arbeit mit der Lebensenergie (Qi), sind auch viele Mythen verbunden. Das Üben von Qigong unterscheidet sich von vielen anderen Gesundheitsübungen, aber geheimnisvoll ist es eigentlich nicht.
Der Qigong Lehrer Joseph Davis schreibt in einem Text Demystifying Qi Gong über seine Erfahrungen, wie Qigong auch in der „fremden Umgebung“ eines Fitness-Studios an die Frau und an den Mann gebracht werden kann – was mit dem Yoga ja schon vorgemacht wurde.:
* Der Name “Qigong” ist aufgeladen mit verschiedenen Vorstellungen. Da gibt es exotische Menschen, die Seidenanzügen an stillen Orten üben, da gibt es den chinesischen Arzt, der mit Energie heilen will, da gibt es Meditation und spirituelles Wachstum. Diese Vorstellungen sind eine Hemmschwelle für viele Interessenten.
* Wer für Qigong werben will, der sollte nicht den mystischen Weg wählen. Man sollte klar machen, das Qigong eine Tür ist, genau in diesem Moment in Kontakt zu treten mit Körper, Atmung, Geist und Gefühl.
* Die Erklärungen sollten einfach sein und mit einer einfachen Übung demonstriert werden. Einfach mal einatmen und dann loslassen; dabei auf den Körper achten.
* Dabei kann der Übende erleben, dass Yin, Yang und Qi Erfahrungen sind, die jeder Mensch hat, den ganzen Tag lang.
* Qi ist nichts fernes oder geheimnisvolles, es ist das subjektive Gefühl, lebendig zu sein.
* Wenn die Atmung von der Aufmerksamkeit begleitet wird, dann wird die Atmung das Tor vom Körper zum Geist.
* Im Fitness-Studio versuchen viele Übende, sich von ihrem Körper abzulenken. Sie sehen Fernsehen beim Üben oder hören Musik über Kopfhörer. Qigong ist das Verschmelzen des Geistes mit dem Körper.
* Qigong holt den Übenden weg von seinen Gedanken über die Zukunft oder seine Phantasien über andere Orte direkt hinein in die Gegenwart, in das Leben.
* Qigong wird wie Yoga Veränderungen durchmachen, wenn es in den Fitness-Studios Einzug hält.