Magen und Darm – Qigong Übungen für eine bessere Verdauung

Magen und Darm sind ein wichtiges Zentrum der Gesundheit. Sie müssen ständig Widerstand leisten, gegen all die Krankheitserreger und die falsche Nahrung, mit denen sie belastet werden.

Aber die Nahrung ist nicht das Einzige, was ich verdauen muss. Vieles schlägt mir auf den Magen, was nicht ernährungsbedingt ist. Ich fresse auch seelische Belastungen in mich hinein. Ich beschäftige mich ständig mit Sorgen und Grübeleien. Auch diese Gefühle und Gedanken müssen verdaut werden. Ich muss lernen, sie wieder loslassen zu können.

 

 

Kaum ein anderer Bereich des Körpers reagiert so sensibel auf innere und äußere Faktoren wie die Verdauung. Geistige und körperliche Anstrengung im Beruf und Privatleben. Viele Sinneseindrücke müssen verdaut werden. Durch Stress und Ärger können in Magen und Darm Erkrankungen entstehen.

Sport als Ausgleich stärkt zwar die Muskeln, kann aber den ohnehin strapazierten Magen zusätzlich schwächen.

Wenn da keine Erholungsphasen kommen, werden die Beschwerden in Magen und Darm vielleicht nicht ernsthaft aber doch chronisch.

Dann bekomme ich als Geschenk einen Reizmagen oder Reizdarm, die sich immer wieder melden.

Dagegen hilft keine Ernährungsumstellung. Vom Gastroenterologen (Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen) komme ich höchstens mit Medikamenten zurück, mit denen ich nicht die Ursachen bekämpfe.

Qigong Übungen sind hier ein Ausweg.

Qigong Übungen sind Energie Übungen

Qigong ist das Arbeiten mit der Lebensenergie. Qi = Lebensenergie, Gong = Arbeit.

Die Energie wird wieder aufgebaut und Energieblockaden werden gelöst. Der Milz-Magen-Funktionskreis wird angeregt.

Dann arbeiten Magen und Darm wieder besser.

Das dient auch der Prophylaxe, bevor sich Krankheiten bilden können.

 

Bei Magen und Darm muss die Mitte gestärkt werden

Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist eine schwache Mitte verantwortlich für Verdauungsprobleme.

In der Lehre der Fünf Elemente entspricht die Mitte dem Element Erde. Das dazugehörige Organpaar ist Milz und Magen.

Von der physiologischen Position her liegen beide Organe in der Mitte des Körpers, im mittleren der „Drei Erwärmer“. Von der Funktion her halten Milz und Magen alle Organe zusammen und nähren sie.

Bei einer „starken Mitte“ funktionieren Magen und Darm. Bei einer schwachen Mitte ist ihre Vitalkraft geschwächt.

Die traditionelle chinesische Vorstellung der Funktion von Magen und Milz ist ein energetisches Konzept. Der Energiekreislauf von Magen und Milz ist nicht identisch mit den Organen Magen und Milz.

Es geht darum, die zwei Meridiane (Energiekanäle) von Milz und Magen zu stärken.

Bei Verdauungsproblemen muss also die Energie der Mitte behandelt werden, aus Sicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit aus Sicht des Qigong.

 

Bauchatmung und Meditation

Unterstützt werden die Qigong Übungen für Magen und Darm durch Bauchatmung und Meditation. Einfache Übungen mit großer Wirkung.

Mit der Bauchatmung (Dantian-Atmung) wird der Bauch mit jedem Atemzug bewusst angehoben und gesenkt. Dabei ruht auch die Vorstellungskraft im Dantian. Das entspannt und massiert zugleich.

Der Atem ist gleichzeitig ein wesentlicher Bestandteil der Meditation. Durch die Meditation wird der Stress genommen, der sonst auf Magen und Darm drückt.

Achtsamkeitsmeditation führt zu einer neuen Gelassenheit, bei der auch Magen und Darm aufatmen können. Die Verdauung verbessert sich wieder. Besonders dann, wenn mich die nächste Stresserfahrung nicht mehr erreicht.

 

Im Video (Spieldauer 18:48 Minuten) werden Qigong Übungen für eine bessere Verdauung demonstriert.

 

Qigong Bewegungen für Magen und Darm

Bewegungsmangel ist die Ursache für viele körperliche und geistige Probleme. Gerade auch Probleme mit Magen und Darm zählen dazu.

Qigong besteht aus kleinen Übungen mit großer Wirkung.

Es sind einfache und ruhige Bewegungen, die zurück zur eigenen Mitte führen. Der Körper wird in seine innere Balance zurück geführt. Es ist eine sanfte Methode.

Dabei werden Bewegung und Entspannung miteinander kombiniert. Das Ziel dieser fließenden, ineinander gehenden Bewegungen ist ein ganzheitliches Wohlgefühl und nicht der Aufbau von Muskeln.

Ehrgeiz ist ganz falsch. Locker werden und anstrengungslose Bewegungen sind der Weg.

Der Körper wird ganzheitlich trainiert. Er bewegt sich langsam und konzentriert. Das wirkt auf das vegetative Nervensystem. Das vegetative Nervensystem wiederum beeinflusst auch den Magen-Darm-Trakt.

Verstärkt werden die Qigong Übungen durch eine ausgefeilte Selbstmassage von Kopf bis Fuß. Dabei wird auf Energiebahnen und Energiepunkte geklopft. Manchmal werden sie auch gestreichelt. In unserem Fall die Meridiane von Milz und Magen.

Es gibt viele Qigong Übungen, die den Verdauungsorganen gut tun. Dazu zählt natürlich das Magen-Milz Qi Gong.

Mit diesen Bewegungen wird Platz in den Organen geschaffen. Der Körper wird gedehnt und gedreht.

Alle diese Übungen sind leicht zu lernen.

 

Magen und Darm Übungen – Buch: Leider gibt es kein Qigong Buch zu diesem Thema. Yogaübungen sind aber ähnlich. Es werden bestimmte Körperhaltungen eingenommen und der Bauch massiert.: Yoga für die Verdauung. Hilfe bei Verstopfung, Blähungen, Magenschmerzen … Buch. – ansehen bei Amazon

 

Qigong mit den Fingern – Buch: Auf der Hand befinden sich viele Akupunkturpunkte, in den Fingern enden viele Meridiane. Sie alle können gezielt aktiviert werden, einfach und schnell. Dafür werdend die Finger bewegt, gedrückt oder beklopft. Das hilft gegen die unterschiedlichsten Beschwerden.: Finger-Qigong: Einfache und schnelle Hilfe durch Übungen für die Hände. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Hier sind noch mehr Qigong Übungen zu finden.