Medizinische Meditation – Die Heilkraft des Geistes statt Pille und Skalpell

Die Schulmedizin hat die Meditation für sich entdeckt. Meditieren als Therapie oder Begleittherapie gegen Angstzustände, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bluthochdruck.

Meditation – Ein neues Steckenpferd der Neurowissenschaft

Der Geist kann den Körper beeinflussen. Eine Methode dafür ist die Meditation. Die bekannten Meditationsformen sind meist in religiöse Praktiken eingebunden. Dies ist wohl der Grund, warum sich die Wissenschaft bisher mit der Meditation wenig beschäftigt hat. Dann wurde die „Mindfulness-Based Stress Reduction“ entwickelt, die das Meditieren für Jedermann in einem Acht-Wochen-Programm erlernbar macht. Ohne an ein religiöses System gebunden zu sein, lernen so Patienten in Kliniken und Sanatorien erfolgreich das Meditieren und reduzieren so ihre gesundheitlichen Probleme.

 

 

Auf dieser Grundlage beschäftigt sich nun auch die Neurowissenschaft mit der Kraft der Gedanken. In Deutschland sind dies beispielsweise das Institut für Medizinische Psychologie der Charité (Arbeitsgruppe: Meditationsforschung) oder das Bender Institute of Neuroimaging an der Universität Gießen.

 


Mönche im Labor (1/6) Neurowissenschaften entdecken die fernöstliche
Spieldauer: 09:51 Minuten
Das Video zeigt Neurowissenschaftler bei ihrer Arbeit, wie sie versuchen zu verstehen, was beim Meditieren im Gehirn passiert. Wie kann der Geist mit Meditation verändert werden?

 

Meditation als Medizin – Heilkraft aus dem Nichtstun

 

Der Geist kann den Körper verändern. Das können die meisten Menschen, allerdings unabsichtlich und im negativen Sinn. Stress und negative Gedanken schlagen auf den Magen oder fahren ins Kreuz. Der Geist ist ein großer Krankmacher oder zumindest Krankheitsverstärker. Und diese negativen, krankmachenden Gedanken und Gefühle scheinen nie zu schlafen.

 

In der Meditation läßt der Geist den Körper in Ruhe. Der Körper muss nicht etwas tun, was sich der Geist gerade ausgedacht hat. Wenn der Geist wieder zu sich findet dann findet auch der Körper wieder zu sich. Die Selbstheilungskräfte entfalten sich wieder. So können ein wenig Nichtstun und zur Besinnung kommen eine Heilkraft entwickeln, als hätte man ein Wunderpille eingenommen. Im Gegensatz zu anderen Therapien geht es beim Meditieren wirklich um das Nichtstun „ohne Erwartung und ohne Wertung“, wie es im Tai Chi so schön heißt.

 

Meditation als universale Wunderpille?

 

Wenn man liest, gegen welche Leiden die Meditation alles helfen soll, dann kann man glauben, dass die Meditation eine Wunderpille ist. Das Meditieren soll helfen bei Depression, Angststörungen, in Schmerztherapie und Streßbewältigung, bei Kopfschmerzen, Migräne, bei der Lösung von Verspannungen, bei Schlafstörungen, bei erhöhtem Blutdruck, ja selbst bei Schuppenflechte.
Meditation bringt meist eine Besserung der Symptome, Heilung kann sie nicht versprechen. Besonders hilfreich ist das Meditieren gegen chronische Leiden; und da kommt noch ein Vorteil zutage, dass es keine Nebenwirkungen gibt, wie sie bei einer Behandlung mit Medikamenten geben würde. Dazu kommt auch noch, dass das Wohlbefinden und damit die Lebensqulität steigt. Meditation ist also mehr ein Katalysator für eine gute Therapie.

 

http://www.youtube.com/watch?v=5geaIx0we7k
Dr. med. Harald Banzhaf: Stressbewältigung durch Achtsamkeit
Der Videoclip (Spieldauer 08:47 Minuten) widmet sich der Mindfulness Based Stress Reduction. Wie sie funktioniert. Wie man sie lernen kann. Welche positiven Wirkungen diese Achtsamkeitsübung mit sich bringen kann.

 

Meditation und Wissenschaft – Buch: Ein Buch von einem Meditationsforscher, der sich aus eigener Erfahrung und aus wissenschaftlicher Sicht dem Phänomen Meditation nähert. Es geht um Meditation ohne spirituelles Beiwerk aber mit Hintergrundwissen, wie Meditation eigentlich funktioniert, und praktischen Übungen. Von der Körperhaltung über den Atem bis zum Fühlen und Denken wird die Meditationspraxis besprochen.: Meditation für Skeptiker: Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion – Das Acht-Wochen-Programm zur Medizinischen Meditation

 

Die Meditation, die Patienten in der Regel im Krankenhaus lernen, ist die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) oder auf Deutsch einfach die: „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ oder die „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“. In einem Acht-Wochen-Programm wird sie gelehrt und gelernt.

Im Gegensatz zu anderen Techniken wie Autogenem Training oder Positivem Denken wird in der MBSR nicht „gekämpft“. Der Meditierende versucht nicht, positiv drauf zu sein oder in Gedanken seine Krankheit zu bekämpfen. Die Krankheit, die Schmerzen, die Ängste werden angenommen und gerade dadurch ist der Patient nicht mehr so ängstlich. Es wird Frieden gemacht mit dem aktuellen Zustand. Ich akzeptiere, dass es ist wie es ist, und gerade diese Einstellung hilft bei der Gesundung.

* Hier mehr Informationen zur Geschichte und Anwendung der MBSR: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion – Text auf Wikipedia

* Wer einen Lehrer sucht oder sonst Fragen hat zur MBSR kann es hier versuchen: MBSR-MBCT Verband

 


Anleitung zur Achtsamkeitsmeditation: Das Stille Sitzen
Im Videoclip (Spieldauer 30:15 Minuten) wird eine Achtsamkeitsübung angleitet von der MBSR-Lehrerin Doris Kirch aus Oldenburg. Es ist eine MBSR-Meditation im Sitzen.

 

Das Zaubermittel heißt „Achtsamkeit“

 

Die Grundlagenübung in der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion ist die achtsame Körperwahrnehmung (Body-Scan). Das kann beginngen mit einer Konzentration auf den eigenen Athemrhythmus. Es wird der Moment angenommen, wie er ist, und es wird der Körper angenommen, wie er gerade ist, auch mit seinen Schmerzen. Der Geist geht durch den Körper und nimmt nur wahr. So verschwinden ganz nebenbei negative Gedanken und das ständige Grübeln wird beendet.
Diese gelernte Achtsamkeit kann dann auch in den Alltag mit übernommen werden. Ob im Gehen oder bei anderen Tätigkeiten nimmt der Geist den Körper wahr oder die Atmung. Wo gibt es ziept es? Was fühlt sich besonders gut an?
Durch Achtsamkeit wird die Aufmerksamkeit gelenkt und damit werden negative Gefühle abgelenkt und verschwinden.

 

Meditation lernen – Buch: Das 8-Wochen-Programm der Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) wird in diesem Buch von Maren Schneider verständlich vermittelt. In acht Stufen sind die Lektionen eingeteilt. Für jede Stufe kann man sich eine Woche Zeit nehmen.: Stressfrei durch Meditation: Das MBSR-Kursbuch nach der Methode von Jon Kabat-Zinn. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Fußmassage kinderleicht – Socken-Tipp. Auf den Socken sind die Fußreflexzonen aufgemalt. Einfach nur die Socken anziehen. Dann an der Stelle massieren, die mit dem gewünschten Organ verbunden ist..: Reflexzonen-Socken. Massagesocken. – ansehen bei Amazon

 

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Autor: Heiko Zaenker